Leistungskonzept Sachunterricht

1. Grundlagen der Leistungsbewertung

Die Grundlage für die Leistungsbewertung in allen Klassenstufen stellen die Richtlinien sowie der Lehrplan Sachunterricht dar. Demnach sind wir einem pädagogischen Leistungsverständnis verpflichtet, das Leistungsanforderungen mit individueller Förderung verbindet.

Grundsätzlich orientieren wir uns bei der Leistungsbewertung an den verbindlichen Anforderungen des Lehrplans Sachunterricht und am erteilten Unterricht. Die Leistungsanforderungen beinhalten sowohl inhaltsbezogene sachunterrichtliche Kompetenzen als auch allgemeine, prozessbezogene Kompetenzen. Zu den prozessbezogenen Kompetenzen gehören

· Teamfähigkeit,

· forschende und handelnde Auseinandersetzung,

· Nutzung fach-spezifischer Methoden,

· Förderung sprachlicher Kompetenz,

· Lernwege selbst organisieren,

· Dokumentation der Lernergebnisse,

· Erklärung und kritische Reflexion.

Dabei fließen alle in Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen ein (schriftliche Arbeiten sowie mündliche und praktische Beiträge). Auch die individuelle Lernentwicklung der einzelnen Kinder wird berücksichtigt (Anstrengungen, Lernfortschritte).

 

2. Arbeitspläne (siehe Anlage)

 

3. Zeitliche Festlegung

Die zeitliche Festlegung der Unterrichtseinheiten wird von der jeweiligen Lehrkraft vorgenommen. Eine Abstimmung erfolgt in den regelmäßig stattfindenden Stufenkonferenzen. Bei Lehrerwechsel sind Absprachen über die vermittelten inhaltsbezogenen und prozessbezogenen Kompetenzen zu treffen. Es gibt verbindliche Inhalte, die mit den Kindern in den Stufen 1/2 und 3/4 erarbeitet werden (siehe Arbeitspläne). Wenn es noch Freiraum gibt, kann dieser für klassenspezifische, aktuelle Themen der Schüler/innen genutzt werden.

 

4. Unterrichtswerke und Unterrichtsmaterialien

Wir arbeiten an der GGS Marktschule mit keinem festen Lehrwerk für das Fach Sachunterricht.

Mögliche Unterrichtsmaterialien sind von den Lehrkräften zusammengestelltes Unterrichtsmaterial und Werkstätten, Filme, Fotos, Wand- und Handkarten.

 

5. Fachbezogener Anteil am Medienkonzept der GGS Marktschule

Die Kinder haben die Möglichkeit für die Recherche und für Referate die Klassenbüchereien sowie das Internet in den Klassen zu nutzen. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeit Themenkisten zu bestimmten Themen aus der Stadtteilbücherei für die Klassen zu entleihen.

 

6. Selbstständigkeit und kooperatives Lernen

 

Selbstständigkeit

Klasse 1 und 2:

  • Werkstattarbeit (z.B. zum Thema Frühling)
  • Selbstkontrollen
  • Organisation von zusätzlichem Arbeitsmaterial
  • Vorstellen von Arbeitsergebnissen

Klasse 3 und 4:

  • Werkstattarbeit
  • Selbstkontrollen
  • Erstellen und Vortragen eines Referates; Vorstellen der Arbeitsergebnisse
  • Organisation von zusätzlichem Anschauungsmaterial

 

Kooperationsfähigkeit

 

  • In der Eingangsstufe wird die Partnerarbeit eingeübt
  • In den Klassen 3 und 4 wird besonderes Augenmerk auf die Gruppenarbeit gelegt
  • Experten/Helfersysteme bei den Werkstätten

 

7. Absprache zur Fachsprache und fachbezogenen Hilfsmitteln

  • Ausgehend von der Alltagssprache erfolgt eine sach- und altersangemessene Versprachlichung

mit Hilfe von Fachbegriffen

  • Lexika und Fachbücher der Klassenbibliothek
  • Internetrecherche auf kindgerechten Seiten (z.B. blinde Kuh)

 

8. Schriftliche Überprüfungen

Im Sachunterricht werden ab Klasse 2 schriftliche Überprüfungen zu den einzelnen Themenbereichen geschrieben. Diese schriftlichen Überprüfungen werden nicht benotet, fließen aber in die Gesamtnote des Faches ein.

 

9. Leistungsfeststellung und – bewertung

Die Sachunterrichtsnote setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen:

1. · Beiträge zum Unterrichtsgespräch (60%)

    · Werkstattarbeit

    · Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen

    · Erarbeitung und Präsentation von z. B. Textvorträgen, Kurzreferaten, auch unter Verwendung

       von Medien

  · Partner- und Gruppenarbeit

  · Präsentation der Ergebnisse von Partner – und Gruppenarbeit

  · Erarbeitung von eingenständigen Versuchsdurchführungen – und auswertungen

  · Unterrichstdokumentationen (z.B. Plakate, Sammlungen)

 

2. schriftliche Überprüfungen (30%)

 

3. Ordnung und Strukturierung der Arbeitsprozesse (z.B. Erstellen eines Portfolios) (10%)

 

10. Differenzierungsmaßnahmen

Eine Leistungsdifferenzierung ergibt sich im Unterricht, vor allem durch Ansätze selbstständigen Arbeitens, wobei Schüler/innen gemäß ihrer Lerntempi und Fähigkeiten arbeiten können. Der Einsatz kooperativer Lernformen eröffnet die Möglichkeit durch gegenseitige Hilfestellung (Lernen durch Lehren) heterogenen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden.

 

11. Außerschulische Lernorte

In jedem Schuljahr werden pro Schuljahr verpflichtend mindestens zwei außerschulische Lernorte aufgesucht.

In den Klassen 1 und 2 kann dieses z.B. sein:

  • Ausflüge in die Schulumgebung
  • Wald
  • Zoo (Neuwied)
  • Besuch eines Bauernhofes
  • Besuch der Jugendfarm
  • Heimatmuseum Beuel

 

In den Klassen 3 und 4 kann dieses z.B. sein:

  • Zoo (Köln)
  • Verkehrsschule
  • Freilichtmuseum Kommern
  • Rheinisches Landesmuseum
  • Bonn-Rundgang
  • Wahnbachtalsperre

 

12. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Verkehrserziehung

Für die Klassen 1 und 2 kommt einmal im Schuljahr die Verkehrspolizei mit ihrer Puppenbühne in die Schule. Die dritten Klassen haben pro Schuljahr einen Übungstermin in der Jugendverkehrsschule. In der vierten Klasse absolvieren die Schüler/innen verpflichtend die Fahrradausbildung sowie die sich daran anschließende Fahrradprüfung. Neben Übungsterminen in der Jugendverkehrsschule arbeiten wir mit der hiesigen Polizei zusammen, die die Verkehrssicherhit der Fahrräder überprüft, mit den Kindern einen Trainingsparcour um das Schulgelände abgeht und letztendlich mit Unterstützung der Eltern die Fahrradprüfung durchführt.

 

Erneuerbare Energien

Als Referenten für die vierten Schuljahre besuchen Vertreter/innen der SWB unsere Schule zum Thema „Erneuerbare Energien“.

 

Zahngesundheit

In alle Klassen kommt pro Schuljahr einmal für eine Doppelstunde eine Vertreterin des Gesundheitsamtes zum Thema „Zahnprophylaxe“. Darüber hinaus findet einmal jährlich die zahnärztliche Reihenuntersuchung in allen Klassen statt.

 

Wasserschutzpolizei

Die Wasserschutzpolizei referiert in den vierten Schuljahren zum Thema „Gefahren in und am Rhein“.

 

Sexualunterricht

Zum Thema „Sexualunterricht“ in den vierten Klassen werden häufig Referent/innen von z.B. Pro Familia eingeladen.

 

13. Fachkonferenzen

Die Fachkonferenz tagt einmal im Schuljahr. Die Beschlüsse sind in den Plan eingearbeitet.